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Neurologische Aspekte internistischer Erkrankungen

Oft sind es Symptome des Nervensystems, die auf die Erkrankung eines anderen inneren Organs hinweisen. Die Diagnose und Behandlung von neurologischen Aspekten internistischer Erkrankung fusst auf einer engen Kooperation des Neurologen mit dem Internisten.

Hirndurchblutungsstörungen und der Schlaganfall sind sehr häufig Folge der Erkrankung hirnversorgender Gefässe, einer Herzerkrankung oder einer Blutgerinnungsstörung. Herz-Gefäss-Risikofaktoren dieser Erkrankungen sind wiederum Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen u.a.

Störungen im Bereich des Wasser- und Salzhaushalts äussern sich sehr häufig zuerst mit Symptomen des zentralen Nervensystems, wie z. B. Schwindel, Verwirrtheit, Schläfrigkeit. Auch Veränderungen der Nieren- und Leberfunktion können sich neurologisch zeigen. Schliesslich führen schwere entzündliche Erkrankungen des ganzen Organismus (Sepsis-sog. Blutvergiftung) in der Regel zu einem Mitbetroffensein des Nervensystems, was nicht selten die Prognose des Erkrankunsverlaufes mitbestimmt.

Im Rahmen von Magen-Darmerkrankungen kann das Nervensystem in vielfältiger Weise mitbetroffen sein z.B. durch eine verminderte Aufnahme von Vitaminen.

Störungen des Hormonhaushaltes können einerseits ihre Ursache in einer Hypophysenerkrankung haben, andererseits können Hormonerkrankungen Auswirkungen auf das Nervensystem haben.

Bei rheumatischen Erkrankungen und Kollagenosen ist ebenfalls das zentrale und periphere Nervensystem gelegentlich mitbetroffen, manchmal sogar als erstes Zeichen der Erkrankung.

Bei Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarks ist der Neurologe oft Ansprechpartner für den Hämatologen beim Auftreten von Neuropathien, die auf dem Boden der Grunderkrankung oder als Nebenwirkung von wirksamen Therapien auftreten können.