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Neurologische Intensivmedizin

Neurologische Erkrankungen sind keineswegs Störungen, die wie oft fälschlicherweise von Laien und Medizinern angenommen wird, nur beschrieben aber nicht behandelt werden können. Die Therapieoptionen neurologischer Erkrankungen entsprechen prinzipiell denen der Inneren Medizin. Diagnosestellung und Therapiebeginn erfordern teilweise ein rascheres Vorgehen als bei vielen anderen nicht neurologischen Erkrankungen. "time is brain": So ist z. B. der Erfolg der akuten Schlaganfallbehandlung ganz wesentlich von der Schnelligkeit der adäquat zugeführten Therapie abhängig, eine Hirnblutung bedarf einer gezielten Notfall- und intensivmedizinischen Behandlung. Schwere Verläufe von neurologischen Erkrankungen (z. B. Myasthenia gravis, Guillain-Barre-Syndrom) erfordern oft ebenfalls eine spezialisierte intensivmedizinische Behandlung. Die Neurologische Intensivmedizin beschäftigt sich zudem u. a. mit der Beurteilung und Behandlung von Koma, status epileptiticus, Hirndruck verschiedener Ursachen und metabolischen Entgleisungen.

Im Rahmen einer intensivmedizinischen Behandlung ist häufig ein künstlicher Schlaf mit einer künstlichen Beatmung erforderlich. Es stellt sich dann oft die Frage nach dem Funktionsstatus des zentralen Nervensystems im Rahmen verschiedener schwerer Grunderkrankungen. Wie wir mittlerweile wissen, hängt der Genesungserfolg in hohem Maß auch von der Intaktheit des Nervensystems ab. Mit Hilfe klinischer Tests und weiterer technischer am Patientenbett durchführbarer Untersuchungen (EEG, EMG, SEP, TCCS) können für die Gesamtbeurteilung und –behandlung wichtige Daten auf schonende Weise gewonnen werden.