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Ultraschall - Farbduplex-Sonographie

Mit Hilfe des von dem österrreichischen Physiker Doppler gefundenen Verfahrens der Darstellung von Frequenzverschiebungen, die gemessen werden können, wenn ein bewegtes Objekt mit einer definierten Sendefrequenz beschallt wird, und unter Zuhilfenahme moderner Rechner ist es möglich geworden, in Echtzeit, zwei- oder sogar dreidimensional die hirnversorgenden Gefäße am Hals und innerhalb des Kopfes darzustellen. Die Technik der Farkodierung führt zu einer besonders anschaulichen Visualisierung der Gefäße (Farbcodierte Duplexsonographie) und erhöht die Aussagekraft. Das Verfahren ist risikolos, schmerzfrei und hat im Vergleich zu anderen Standardverfahren eine ähnlich hohe Sensitivität und Spezifität dabei aber ohne die anderen Verfahren inhärenten Nachteile wie Strahlenbelastung, Schlaganfallrisiko und deutlich höhere Kosten. Haupteinsatzgebiet ist die Diagnose von Arterienverengungen beim Schlaganfall oder auch im Rahmen der Schlaganfallvorbeugung.

Mit der Sonographie können nicht nur Blutgefäße hervorragend dargestellt werden, auch die Muskulatur und der Bandapparat der Gelenke sind der Diagnostik auf einfachem Wege zugänglich. So können z. B. schmerzfrei spontane Muskelbewegungen (Faszikulationen), wie sie bei verschiedenen Erkrankungen von Nerven und Muskeln auftreten können, objektiviert und quantifiziert werden. Weiterhin können bei Muskelschwund gezielt die betroffenen Muskelgruppen abgegrenzt werden. Zuletzt gibt es bei bestimmten Muskelerkrankungen typische Ultraschallmuster.

Beispiele von Ultraschallbefunden bei verschiedenen Erkrankungen